Aliya nach der Konversion – ist eine Person, die nicht seit ihrer Geburt jüdisch ist, nach der Übertretung zum Judentum zur Einwanderung nach Israel berechtigt?

Das Rückkehrgesetz besagt, dass eine zum Judentum übergetretene Person, berechtigt ist Aliya zu machen und nach Israel einzuwandern. Die Frage ist, welches Verfahren der Konversion für das Innenministerium akzeptabel ist.

Rechtsanwalt Joshua Pex, der in der Rechtsanwaltskanzlei Cohen, Decker, Pex, Brosh auf Fragen der Immigration nach Israel spezialisiert ist, wird in diesem Artikel erklären, wie eine Konversion zum Judentum durch den Staat Israel anerkannt wird. Außerdem wird er erläutern, unter welchen Bedingungen die Aliya (Einwanderung nach Israel für Juden) durchgeführt wird.

Wie kann das Innenministerium von der Anerkennung der Konversion zum Judentum überzeugt werden?

עלייה לאחר גיורDie Frage „Wer ist Jude?“ Ist eine der grundlegenden Fragen des Staates Israel. Nach dem Gesetz der Rückkehr (1950) hat jeder Jude das Recht, Aliya zu machen, das heißt, nach Israel einzuwandern. In der Praxis ist jedoch alles etwas komplexer. Der Staat Israel möchte nicht, dass jeder Mensch auf der Welt der behauptet er sei Jude, oder zum Judentum konvertiert, das Recht hat, nach Israel einzuwandern.

So ist z.B. die Erteilung einer Bescheinigung durch einen nicht anerkannten Rabbi, nicht ausreichend, um die Aliya zuzulassen. Die Einwanderungsbehörde will schließlich keine Konversionen anerkennen, die nur zum Zweck der Einwanderung nach Israel vollzogen wurden. Infolgedessen lehnt der Staat Israel häufig Anträge auf Aliya ab, die infolge einer Konversion zum Judentum gestellt werden.

Das Innenministerium, das die Anträge auf Aliya bearbeitet, verfügt über spezielle Verfahren, um zu prüfen, ob die Konversion aus glaubwürdigen „reinen Motiven“ vollzogen wurde. In manchen Fällen führen die Verfahren zur Ablehnung eines Antrags auf Aliyah, weil der Antragsteller nicht den Wunsch hatte, sich am Leben der jüdischen Gemeinschaft zu beteiligen, oder die jüdische Identität während (oder sogar nach) des Umwandlungsprozesses nicht nachgewiesen hat.  Außerdem zieht das Innenministerium die Konversion in einer orthodoxe jüdischen Gemeinde jeder Konversion in anderen Bewegung desJudentum vor, auch wenn offiziell alle Bewegungen  gleich sind.

Unter welchen Bedingungen kann nach der Konversion die Einwanderung nach Israel erfolgen?

Damit die Konvertierung formal anerkannt wird, sind einige Bedingungen erforderlich:

1.      Die Gemeinde, in die Sie konvertieren, muss eine anerkannte jüdische Gemeinde sein. (Konservative und Reformgemeinschaften sind theoretisch gleichermaßen anerkannt, aber in der Praxis wird die Konversion in eine  orthodoxe Gemeinde mit Bestätigung eines anerkannten Rabbinergerichts bevorzugt.)

2.      Der Konvertit muss mindestens neun Monate vor der Konversion ein aktives Mitglied der jüdischen Gemeinde sein. Wenn der Konvertit seit mindestens neun Monaten nicht mehr in der jüdischen Gemeinde tätig ist, müssen Dokumente vorgelegt werden, aus denen hervorgeht, dass er mindestens 350 Stunden jüdisches Studium der Konversion gewidmet hat. Außerdem werden Dokumente benötigt, aus denen hervorgeht, dass der Konvertit mindestens neun Monate nach der Genehmigung der Konversion in der jüdischen Gemeinde tätig war.

3.      Wenn der Antragsteller nach der Genehmigung der Konversion nicht neun Monate in einer anerkannten jüdischen Gemeinde tätig ist, kann das Innenministerium dem Antragsteller den Status eines vorübergehenden Wohnsitzes verleihen. Dieser kann zur Staatsbürgerschaft ausgebaut werden, nachdem der Antragsteller nachweist, dass er seit mindestens neun Monaten in einer anerkannten jüdischen Gemeinde tätig ist.

Weitere Dokumente, die für die Einwanderung nach Israel nach der Konversion zum Judentum erforderlich sind:

1.        Konversionszertifikat – ordnungsgemäß unterzeichnet von einem Rabbinergericht.

2.      Brief des Konvertiten, in dem die Motivation für den Konvertierungsprozess und seine Beteiligung an der jüdischen Gemeinschaft vor und nach der Konvertierung erläutert wird.

3.      Ein ausführliches und unterzeichnetes Erklärungsschreiben des Rabbinergerichts oder des Gemeindeleiters der jüdischen Gemeinde zur Aufnahme des Konvertiten, in dem die Vorbereitungen für die Konversion, die Konversion zum Judentum und die Dauer der Konversion dargelegt werden. Briefkopf, Logo und Adresse der jüdischen Gemeinde sollen enthalten sein.

4.      Ein Brief des Rabbiners oder Gemeindeleiters der jüdischen Gemeinde, in der der Konvertit lebt. Dieser Brief soll die Beteiligung des Konvertiten am Leben der jüdischen Gemeinde und somit das Ausmaß der Einbindung des Konvertiten ins jüdische Leben nach seiner Bekehrung erklären. Der Brief wird vom Gemeindeleiter der jüdischen Gemeinde unterzeichnet, der den Brief geschrieben hat. Der Brief muss das Logo, den Briefkopf und die Adresse der jüdischen Gemeinde enthalten.

Wenden Sie sich an Cohen, Decker, Pex und Brosh, um weitere Informationen zur Einwanderung nach der Konversion zum Judentum und allgemeine Informationen zur Einwanderung nach Israel zu erhalten.

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